An alternative, erneuerbare Energieträger werden weltweit hohe Erwartungen gestellt. Man rechnet damit, dass ihr Anteil an der Stromerzeugung ständig wächst. Gegenwärtig kommt jedoch die größte Bedeutung immer noch den herkömmlichen Energiequellen zu. Das sind Energielieferanten wie Braunkohle, Steinkohle, Uran, Erdöl und Erdgas.
Diese fossilen Stoffe haben sich im Laufe der Erdgeschichte unter der Oberfläche unseres Planeten gebildet und konnten, weil sie jahrtausendelang von der Atmosphäre abgeschnitten waren, große Mengen Energie über einen sehr langen Zeitraum speichern.
In Deutschland wurden 2007 über 90 Prozent der benötigten Energie aus herkömmlichen Quellen gewonnen.
Davon betrug der Anteil der fossilen Energieträger (Braunkohle, Steinkohle, Erdöl und Erdgas) mehr als 80 Prozent. Etwa 11 Prozent der Primärenergie kam aus Kernkraftwerken.
Von Primärenergie spricht man, wenn die Rohstoffe direkt als Energiequelle genutzt werden. Energie, die erst nach einer Umwandlung, beispielsweise in Strom oder heißes Wasser vom Verbraucher genutzt wird, bezeichnet man als Sekundärenergie.
DerBundesvVerband der Energie und Wasserwirtschaft (BDEW) erstellt alljährlich eine Statistik darüber, welchen Anteil die verschiedenen Energieträger am Strom deutscher Lieferanten haben. Nach den Angaben des BDEW wurde 2007 der deutsche Strom durchschnittlich zu etwa 30 Prozent aus Kernenergie hergestellt und zu fast 60 Prozent aus fossilen Brennstoffen.
Durch die Verbrennung der fossilen Energieträger und die Kernschmelze entstehen neben der Energie auch Nebenprodukte wie Kohlendioxid (CO2), Schwefel, Stickstoff, Ruß und radioaktiver Abfall. Sie schädigen die Umwelt in nicht unerheblichem Maße und zerstören sogar die Ozonschicht der Erde.
Deshalb sind seit Ende 2005 in Deutschland alle Energieunternehmen verpflichtet, die Kunden über die Auswirkungen, die die Erzeugung ihres Stromes auf die Umwelt hat, zu informieren. Das geschieht auf der jährlichen Stromrechnung im Rahmen der obligatorischen Stromkennzeichnung. Bei der Stromkennzeichnung wird der gelieferte Strom eines Unternehmens nach der prozentualen Verwendung verschiedener Energiequellen aufgeschlüsselt. Die CO2-Emissionen und der radioaktive Abfall werden in Gramm pro Kilowattstunde angegeben.
Nicht erst seit dem Reaktorunglück in Japan und der sich daraus entwickelten Energiewende weiten auch die Anbieter von herkömmlich produziertem Strom ihre Angebote für Ökostrom immer weiter aus. Die Angebote sind hier beinahe so vielfältig wie die der Ökostromanbieter selbst. Yello Strom bietet bsp. Sonnenenergie. Bei diversen Anbietern sämtliche Öko-Energie-Mixes vertreten.
Letztendlich ist es wohl eine Frage des Gewissens, ob Sie Ihren Ökostrom von einem reinen Ökostrom-Anbieter beziehen oder bei Ihrem herkömmlichen Anbieter auf einen Öko-Tarif wechseln.